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Freiburg

War das nett, mal wieder daheim zu sein. Die Mitfahrgelegenheit war ok, kam uns auf jeden Fall billiger als der Zug, auch wenn die beiden Fahrer durch uns den kompletten Benzinpreis rausgeholt haben. Naja. Zurück hat uns ja mein Vater gebracht, da der sowieso ins Büro musste. (Das frühe Aufstehen heute um 4.15 führte allerdings doch zu erheblicher Müdigkeit meinerseits).
Freitag abend hat erst mal jeder bei seinen Eltern verbracht, die Nacht dann im eigenen Bett. Ist schon seltsam nach so langer Zeit plötzlich alleine zu schlafen. Samstag hab ich dann meine Großeltern besucht, da gab's natürlich auch Essen für mich (Zwibellekueche), bin anschließend bei der Rici vorbei, um ihr ihr Geburtstagsgeschenk zu überreichen (ein goldenes Armband mit Anhänger, worüber sie sich sehr gefreut hat) und hab danach noch Sebastian besucht um mir seine Mieze anzuschauen. Das ist vielleicht ein süßes Kätzchen. Noch sehr scheu, aber das sind kleine Katzen ja immer. Der Basti kümmert sich auch auf jeden Fall sehr gut um sie. (Hätte ich ihm nicht zugetraut.) Samstag Abend haben wir dann wie geplant in der Stadt verbracht und haben uns um 21 Uhr mit Laura, Jakob, Jasper, Rici, Basti, Marius, Steffi, Tamara und Johann an der L.A. (das war ein herrliches Gefühl mal wieder zu sagen dann und dann an der L.A.) getroffen, sind anschließend erst mal herumgestreift um etwas für die große Gruppe zu finden. Während die anderen ins Shooters sind, worauf ich absolut keine Lust hatte, bin ich mit Rici und Laura noch weitergezogen, da alles voll war sind wir im Tacheles gelandet. Später sind wir wieder zu den anderen ins UC gestoßen und so gegen halb 1 sind wir dann noch ins Kamikaze gegangen. Die wunderbare Elektromusik trug dazu bei, dass die meisten schon relativ früh gegangen sind und nur Jasper, Johann, Chris und ich noch bis 4 dortgeblieben sind. Chris und Johann haben dann bei mir gepennt und am Sonntag morgen noch mit meinen Eltern und mir gefrühstückt. Johann hatte im Kamikaze allerdings sein Handy verloren und war daher verständlicherweise nicht so gut drauf. Sonntag nachmittag war ich nochmal kurz bei meinen Großeltern, Isa und Josie haben mich auch noch besucht und abends gab es Chateau Briand (Rinderfilet). Das war ein leckeres Essen sag ich euch. Chris kam dann Sonntag abend auch noch zum Übernachten, da wir ja früh losmussten. Wir haben uns also noch zwei Folgen Graf Duckula angehört und sind dann schlafen gegangen. Heute morgen musste der arme Chris direkt auf die Arbeit, ich hab Gott sei Dank frei. Nachher gehen wir beide noch zum Friseur und joggen und ich denke dann wird relativ früh geschlafen. Bin trotz Unmengen Kaffee immer noch müde.
Jetzt geh ich mal mein Buch (Gedankenhaie) weiterlesen.

Schade, dass nicht alle dabei waren
3.11.08 13:28


Klappe, die 144.

Na GOTT sei Dank. Wieder einmal ein Krankenhaus von innen gesehen. Und noch viel schöner: Einen Krankenwagen.
Ich renne nichts ahnend auf die U-Bahn, weil ich mal wieder den Bus verpasst hab und auf einmal merke ich so ein tolles Kribbeln in Ohren und Hals und denke mir: "Ach du Scheiße, nicht schon wieder!" Rufe Chris an: "Pass auf, ich muss noch am Neumarkt vorbei Schälchen fürs Teriyaki holen, wir ham keine mehr, aber ich hab grad n Anaphylaktischen Schock, ich fahr mit der 7 jetzt zum Neumarkt!" "Ach du Scheiße! Was machen wir jetzt??? Hm, pass auf ich komm dir entgegen, ich steig in die nächste 3 oder 4 und komm dann.."
Ich trink natürlich sofort meine Notfallmedizin (ganze Flasche Kortison, halleluja, mein Körper wird's mir irgendwann danken und erst mal eine halbe Flasche Antihystaminikum), setze mich in die Bahn und hoffe, dass es schnell vorbei geht. Mittlerweile ist mein Gesicht komplett zugeschwollen (innerhalb von 3 Minuten), meine Atemwege gleichen auch eher einem Ohrloch als einer Luftröhre und mein Unterleib krampft sich unentwegt tierisch schmerzhaft zusammen. Als ich keine Besserung spüre trinke ich noch den Rest Antihystaminikum, in der Hoffnung, dass mein Atmen nicht mehr nach Darth Vader klingt. Am Neumarkt angekommen, habe ich schon Angst, dass ich das ganze nicht überlebe, da ich eigentlich nach Luft nur noch schnappen kann, teile irgendwie einem Mann, der an der Haltestelle sitzt mit, dass er doch bitte einen Notarzt rufen solle und genau das tut er auch. Der Mann sagt mir, dass der Krankenwagen unterwegs ist und fragt, ob er noch irgendetwas für mich tun kann. Ich schüttele den Kopf und meine, dass man jetzt sowieso nur noch hoffen kann. In dem Moment ruft Chris an und fragt wo ich bin, legt aber mitten im Satz auf, weil er mich schon erspäht hat, wie ich zitternd am Boden liege und rennt zu mir. "Hey... oh Gott, so schlimm?" Ich nicke. "Krankenwagen ist schon gerufen... kommt gleich." Inzwischen ist die Bahn des Mannes eingetroffen, er fragt ob er uns alleine lassen kann, wir sagen ja und er geht auf die Bahn. An der Stelle nochmal danke. Krankenwagen kommt auch gerade angefahren, mittlerweil zittere ich am ganzen Körper und kann auch nicht mehr damit aufhören, werde irgendwie in den Krankenwagen geschleppt, hingelegt und mit Infusionen versorgt. Dann werde ich eindringlich untersucht, ans EKG angeschlossen etc.
Inzwischen bin ich wieder einigermaßen beruhigt, dass ich die ganze Sache überleben werde. Die Fahrt ins Krankenhaus geht schnell, dort bekomme ich noch mehr Medikamente und Beruhigungsmittel und schlafe auch ganz schnell ein. Chris bleibt da bis ich auf ein Zimmer gebracht bin und geht dann. Morgens werde ich um 8 geweckt, weil die Schwester noch einmal nach der Infusion schaut. In der Nacht wurde diese laut meiner Zimmergenossin wohl viermal gewechselt, ich will gar nicht wissen, was ich alles in meiner Blutbahn habe. Auch an ein Sauerstoffgerät bin ich angeschlossen worden, da ich durch die Nase nicht wirklich gut atmen kann. Dieses entfernt mir die Schwester morgens dann auch und bringt das Frühstück. Mit dem Frühstück kommt auch Chris vorbei, der später auf die Arbeit geht. Inzwischen sehe ich schon nicht mehr ganz so schrecklich aus, aber gewisse Ähnlichkeiten mit Chiara Ohoven sind nicht abzustreiten.

Auch in diesem Moment sehe ich noch nicht ganz aus wie sonst. Von meinem Arbeitgeber kam natürlich nur kein Wort gute Besserung, nur ob ich morgen wieder arbeiten könne, sonst wäre er echt in der Klemme. Schwachmaat. Aber ja, ich gehe gegen den ärztlichen Rat, der da lautete noch bis morgen unter Aufsicht zu bleiben, morgen wieder arbeiten.

Zu den erfreulicheren Dingen: Ab dem 15.11. fange ich wahrscheinlich hoffentlich ein Praktikum bei dem RTL-Format "Anwälte der Toten" an, bis Ende Dezember. Ist zwar auch nicht ganz so das, was ich mir vorgestellt hatte, aber besser als nüscht.

So, Leute, nu seid ihr wieder dran, ich geh mich jetzt noch ein bisschen ausruhen und lasse die Beruhigungsmittel wieder ihren Job tun.
Nico, du kommst ja Samstag auch mit, ne? Bis dahin sollte ich dann auch wieder aufm Damm sein, freu mich jedenfalls dich zu sehen. Bis denne!
Lukas, auch du bist natürlich herzlich eingeladen. Samstag abend in Freiburg, Art Café und so.
28.10.08 16:57


Praktikum

So, da Nico mal wieder was geschrieben hat, werde ich auch ein wenig weiterberichten.
Ich bin jetzt Schichtleiter bei Subway, oder wie es auf meinem Schildchen steht "Shift Manager". Was ich davon habe? Nix, abgesehen davon, dass ich den Laden alleine auf und zu machen darf und einen Schlüssel habe, ab und zu noch über 1000 € in meiner Handtasche zum Neumarkt bringen darf und Leute, die schon viel länger dabei sind als ich mit Aufgaben betrauen (darf). Außerdem hab ich von meinem Chef 6 Tage die Woche aufgebrummt bekommen und außerdem Spätschicht, sprich das genaue Gegenteil von dem was ich bei den Dienstplanwünschen eingetragen habe, bloß weil ich die dämliche Küchenhilfe zum Heulen gebracht habe. (Ich will gar nicht wissen, wie die reagiert hätte, wenn ich richtig ausgerastet wäre).
Oder hätte es euch schwer getroffen, wenn ich zu euch gesagt hätte (Tonfall völlig ruhig): "Pass mal auf, es kann nicht sein, dass ich hier 20 Leute hinter der Theke stehen hab, die Theke leer ist und ich ins Kühlhaus rennen darf um die aufzufüllen, weil du die Lobby putzt. Ok?"
Dann meinte sie noch: "Ja, tut mir Leid, ich dachte nur...die Ines hat gemeint..." "Ja, ist ja ok, ich wollt dir das nur fürs nächste Mal sagen..."
Als ich 20 Minuten später in die Küche komm, fragt sie ob ich sauer bin, ich meine nur "nein, ist ok, echt" und sie fängt an zu flennen. Blöde Kuh.
Naja, ich kündige eh nächsten Monat zum 15., habe mich jetzt bei verschiedenen Filmproduktionsfilmen für ein Praktikum beworben. Da nehm ich noch das zweite Gehalt mit und genieß den November ein wenig.
Apropos Gehalt, das erste sollte heute auf meinem Konto sein, da werd ich nachher mal schauen, bin schon gespannt auf den ersten vierstelligen Betrag auf meinem Konto :D
Außerdem war Soraya am Sonntag noch zu Besuch bei uns. Die ist jetzt an der Musikhochschule in Aachen. War echt lustig mit ihr, waren bei Pizza Hut und dann noch bei uns in der Wohnung. Soraya bringt immer so tolle Hämmer wie: "In Holland kriegt man doch viele Drogen oder?" oder "Stimmt das eigentlich? Ich hab gehört der Philipp ist jetzt mit dem Lenz zusammen." MUHAHA, armer Philipp.
Jetzt seid ihr wieder informiert, was mein Leben hier in Köln angeht. Wer kommt mich eigentlich mal besuchen? Helen und Rici waren vor 2 Wochen da. :D

Bis dann, toodles!
14.10.08 10:54


Probewoche

Und wieder ein Update. Danke Nico und Lukas, dass ihr noch Lebenszeichen hinterlasst. Dann weiß ich, dass das hier wenigstens zwei Leute lesen.
Um mal Lukas Frage zu beantworten: Ein bisschen mehr hätte ich mir schon erwartet, zumal wenn ich dabei bedenke, dass man keine Putzfrau unter 10 € in der Stunde mehr findet. Ich hab außerdem mal im Internet recherchiert und herausgefunden, dass 7,50 € in der Stunde im Gastronomiegewerbe eigentlich normal sind.
Ich habe jetzt auch bei dem anderen Subway angefangen, die tatsächlich mehr, nämlich 7,80 € in der Stunde bezahlen. Allerdings darf ich jetzt diese Woche erst mal 40 Stunden umsonst schuften, praktisch als Training. Das ist echt die Hölle. Von 15-23 Uhr stehen, putzen, schnibbeln, spülen oder Sandwiches belegen. Aber was soll's, solange es uns über Wasser halten wird und ich ab nächster Woche dann auch mal ne Frühschicht machen kann, passt das.
Wenn sie mich nicht übernehmen sollten (was aber relativ unwahrscheinlich ist), dann schreib ich halt ein Buch über deren unglaubliche Betriebsmoral (nein, die Kekse darfst du nicht mitnehmen, die werden jetzt weggeschmissen und morgen früh wird nachgezählt ob noch alle im Mülleimer sind).
Im Moment ist das halt alles noch ein bisschen dämlich, wenn Chris morgens um 8 geht, um 17 Uhr wiederkommt, ich allerdings erst um 23.30 wieder da bin sieht man sich herzlich wenig. Ich freu mich aufs Wochenende, denn das ist auf jeden Fall frei und danach werd ich schauen, dass ich erst mal ein paar Frühschichten schiebe.

Wie läufts bei euch denn mit dem FSJ?
10.9.08 12:30


Eh, bien...

Und Klappe, die Zweite.
Ich bin tatsächlich trotz Unmengen an Gepäck und meiner Ängste, nicht rechtzeitig aus dem Zug zu kommen heil in Köln gelandet.
Die Wohnung ist echt hübsch, klein aber fein. Mein erstes Vorstellungsgespräch habe ich auch schon hinter mir, allerdings merkt man schon, dass Subway echte Ausbeuter sind. "Du möchtest jetzt auch sicher wissen, wie das mit dem Gehalt aussieht."
"Ja, richtig, wäre durchaus von Vorteil..."
"Also, in der Gastronomie üblicher Mindestlohn sind 6,25 oder 30, wir zahlen dir ein bisschen mehr als das, wir zahlen immer 6,50 €."
Nein, wie großzügig.
"Wie könntest du denn arbeiten?"
"Also am liebsten unter der Woche und nicht bis zu spät abends... möchte ja noch was von meinem Aufenthalt hier haben und auch was mit meinem Freund machen können, sonst hätte ich ja nicht mitkommen brauchen."
"Aha, ja das verstehe ich. Aber nur mal angenommen, jemand würde krank oder hätte auch irgendwie so einfach mal frei, würdest du dann einspringen können?" >.< Das schreit nach Überstunden...
Mal sehen, hab morgen noch ein Vorstellungsgespräch bei nem anderen Subway, das zentraler liegt (Neumarkt) und hoffe, dass die ein wenig mehr zahlen und ein bisschen weniger Überstunden anklingen lassen. Denn ich bin zwar hier um zu jobben, aber nicht um mich tot zu arbeiten.
Ich schau mich sowieso noch nach anderen Jobs um, bin zum Beispiel gestern ins Hard Rock Café und habe gefragt. So freundlich wurde ich ja noch nie irgendwo begrüßt. Der Barkeeper ist regelrecht in Jubel ausgebrochen als ich gesagt hab, dass ich gerne einen Job da hätte, hat mir auch gleich ein Bewerbungsformular mitgegeben etc. Also das wäre ein Job, den ich sogar für 6,50 € die Stunde machen würde. Hard Rock Café hat doch einfach was.
So, ich muss mal wieder los, meine Katze pupst...ach nee, das wollte ich ja nicht. Ich lass mein Festivalband am Arm lieber vor sich hingammeln und trage es mit stolz, statt mich beleidigt, dass mich keiner mitnehmen wollte, in den Sessel zu hocken und zu stricken.
Amen.
4.9.08 11:00


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